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Technische Anschlussbedingungen (TAB) Werkvorschriften CH VNB Anhang Formulare Kommandoplan NEWS

5. Haus-, Bezüger- und Steuerleitungen

5.1 Erstellung des Netzanschlusses

(1)   Die Erstellung des Netzanschlusses erfolgt durch den VNB. Die Aufwendungen werden gemäss den Bestimmungen des VNB verrechnet.

(2)  Der VNB bestimmt Lage und Ausführung der Anschluss- und Einführungsstelle, die Leitungsführung sowie Art, Ort und Anzahl des Anschluss-Überstromunterbrechers.


(3)  Die Montagehöhe der Eingangsklemmen des Anschluss-Überstromunterbrechers muss mindestens 80 cm ab fertig Boden betragen.

(4)  Zur Erstellung des Netzanschlusses, bei Leistungserhöhungen oder baulichen Änderungen hat der Eigentümer dem VNB frühzeitig vor Baubeginn eine Installationsanzeige bzw. ein Gesuch mit Situations- und Grundrissplänen sowie eine Zusammenstellung über den Leistungsbedarf und die Nennstromstärke des Anschluss-Überstromunterbrechers einzureichen.

(5)  Der Anschluss-Überstromunterbrecher muss dem VNB jederzeit zugänglich sein.

(6)  Er ist aussen am Gebäude oder in einem von aussen allgemein zugänglichen Raum anzubringen. Andernfalls ist der Zugang nach Absprache mit dem VNB durch andere Möglichkeiten zu gewährleisten. Der Zugang zu weiteren Räumen darf nicht möglich sein.



5.2 Gebäudekomplex mit mehreren Netzanschlüssen

(1)  Die Installationen nach dem Verknüpfungspunkt, zumindest aber nach dem jeweiligen Anschluss– Überstromunterbrecher, dürfen nicht miteinander verbunden werden.

(2)  Spezialfälle sind im Voraus (Planungsstadium) mit dem VNB zu besprechen.


5.3 Provisorische und temporäre Netzanschlüsse

(1)  Für temporäre Netzanschlüsse gelten die Bestimmungen 5.1 bis 5.2 sinngemäss.



5.4 Hausleitungen

(1)   Als Hausleitung wird die Verbindungsleitung zwischen dem Anschluss-Überstromunterbrecher und den Bezügersicherungen verstanden.

(2)  Jede Hausleitung ist immer mit drei Aussenleitern zu erstellen.

(3)  Für Ein- und Mehrfamilienhäuser gelten die in nachstehender Tabelle 1 aufgeführten Richtwerte.

 

Anzahl Wohnungen
in Ein- und Mehrfamilienhäusern

Minimale Nennstromstärke des
Anschluss-Überstromunterbrechers

Einfamilienhaus

25 A

Mehrfamilienhaus
bis 3 Wohnungen

40 A

Mehrfamilienhaus
4 bis 9 Wohnungen

63 A

Mehrfamilienhaus
10 bis 15 Wohnungen

80 A

Mehrfamilienhaus
16 bis 21 Wohnungen

100 A

Mehrfamilienhaus
22 bis 30 Wohnungen

125 A

        Tabelle 1: Richtwerte für die minimale Nennstromstärke des Anschluss-Überstromunterbrechers

(4)  Für Mehrfamilienhäuser mit mehr als 30 Wohnungen sind je Wohnung im Minimum 2,5 kVA Belastung für die Bestimmung des Anschluss-Überstromunterbrechers zugrunde zu legen.

(5)  Bei allen Installationen ist darauf zu achten, dass die Aussenleiter gleichmässig belastet werden.

(6)  Die Aussenleiter sind so anzuordnen, dass der Rechtsdrehsinn gewährleistet ist.

(7)  Alle Verbindungsdosen in Hausleitungen müssen allgemein zugänglich und plombierbar sein.